Wenn Führungskräfte zu Coaches werden

Die Presse, 7. November 2018

Diskussion. Hype oder Trend? Immer mehr Unternehmen wenden agile Arbeitsmethoden an, um im
digitalen Zeitalter den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.
 

Von Start-ups ist man es gewohnt, dass sie Agilität an den Tag legen. Kleinere und mittlere Unternehmen weisen ebenfalls Strukturen auf, die agilen Arbeitsmethoden nicht allzugroße Hindernisse in den Weg legen. Aber der neueste Trend geht eindeutig in Richtung große, klassische Unternehmen, die mit den angesagten agilen Methoden liebäugeln. Eine große Herausforderung für Unternehmensberater, denn bei der Integration der Agilität kann auch einiges schiefgehen. KPMG und „Die Presse“ luden daher am 25. Oktober Vertreter renommierter klassischer Unternehmen zu einem Round Table, um die Chancen, aber auch die Gefahren dieses Trends aufzuzeigen. Eva Komarek, General Editor for Styria Trend Topics, begrüßte Andrea Schuller-Legat, Leiterin des Group Project Office der Uniqa, Barbara Heitger, Geschäftsführerin von Heitger Consulting – Essential Change & Leadership by KPMG, Natascha Kantauer-Gansch, Chief Customer Officer Consumer bei A1, und Andreas Heidl, Vorstand bei Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft.

Zuerst einmal musste der Begriff „Agilität“ definiert werden. Ursprünglich kommt das Wort „agil“ aus dem IT-Bereich und beschreibt ein sehr striktes Verfahren. „Es ist alles andere als flexibel, aber viele Menschen setzen Agilität als Synonym für Flexibilität. Dadurch redet man oft aneinander vorbei“, warnte Andreas Heidl, der bei der Zürich Versicherung für die Bereiche Operations and Claims verantwortlich ist. Claims ist die Schadensbearbeitung, Operations betrifft alles rund um IT und Unternehmensorganisation.