Einfallslos. Wenn Firmen auf der Stelle treten

Die Presse, Andrea Lehky, 10.06.2015

Neue Serie: Tipps und Lösungen aus der Praxis (1/8). "Wo kommen neue Ideen her?", fragt die Geschäftsleitung. Aus ihr selbst.
 
Jeder will Innovationen. Bloß mit den Ideen hapert es. Statt mit zähen Brainstormings probieren Sie es einmal mit dieser Methode. Würfeln Sie Vorstand, mittleres Management und die internationalen Geschäftsführer in drei Gruppen bunt zusammen:
 
Gruppe 1 soll Zukunftsideen unter der Annahme erarbeiten, dass sich die Firma normal weiterentwickelt.
 
Gruppe 2 soll die Firma neu gründen. Alles ist erlaubt. Wirklich alles.
 
Gruppe 3 mimt einen Wettbewerber, der die Firma übernehmen oder vernichten will. Auch hier ist alles erlaubt.
 
Der Trick: Die drei Gruppen bekommen nur 30 Minuten Zeit. Daher müssen sie sich auf große Ideen konzentrieren und halten sich nicht mit Details auf.
 
Im Anschluss stellt jede Gruppe ihre Ergebnisse kurz (!) vor. Rasch wird klar, wo die Schwachstellen der Firma liegen - und wo ihre Zukunftsthemen. An beiden wird (im Plenum oder wieder in Gruppen) weitergearbeitet. Weil alle bei der Ideenentstehung beteiligt waren, ist das Commitment extra hoch.
 
Ein weiterer Vorteil: Die Methode kommt ohne externe Berater aus. Sie verlangt auch keine aufwendige SWOT-Analye. Sie braucht nur einen (internen) Moderator, der die drei Gruppen bändigt.
 
[ Link zur Serie ]