"Erfolgsverhinderer"

KarrierenStandards, Oktober 2012

Was hindert Frauen eigentlich daran, Karriere zu machen – so wie Männer? "Sie selbst!", sagen viele. Sicher nicht falsch und dennoch nicht richtig. Heidi Möller, Professorin an der Universität Kassel, erklärt warum.

Wer hat das größte Büro, wer hat einen reservierten Parktplatz, wie viele Mitarbeiter werden für bestimmte Projekte an einen Teamleiter abgestellt? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Sollten Sie – sonst haben Sie auf dem Feld der Mikropolitik jedes Unternehmens faktisch verloren. Dort geht es um Hierarchie und um Macht und Status – alles ganz simple Hackordnung.
Mag man persönlich dazu stehen, wie man möchte, in der Arbeitswelt sind das nicht unerhebliche Parameter. Und diese sind traditionell männlich definiert. Das heißt: Frauen müssen lernen, sich in diesen Umfeldern zu bewegen, sich dort zu behaupten, wenn sie in Führungspositionen sind bzw. dort hinwollen. Vieles in ihrem Wesen und auch weite Strecken ihrer Sozialissation aind auf dem Weg "nach oben" häufig hinderlich.

Heidi Möller, Professorin an der Universität Kassel (Lehrstuhl Theorie und Methodik der Beratung), beforscht unter anderem den Bereich der Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen und spricht von "inneren Erfolgsverhinderern weiblicher Karrieren", von "inneren Dimensionen der Karrierehemmung" bei Frauen und legt typische Stolpersteine frei, erklärt ihre Ursachen...

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