"Unternehmen Österreich 2025: Strategien für eine Spitzenstellung unseres Landes"

APA-OTS, 3.5.2012

Unternehmen Österreich 2025, eine neue wirtschaftspolitische Zukunftsinitiative, wird in den nächsten Wochen und Monaten Visionen und Strategien für eine nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandortes ausarbeiten. In dem Projekt haben sich einige der besten Köpfe Österreichs - Unternehmer und Experten aus verschiedenen Disziplinen - zusammengefunden. Auf Einladung von Vizekanzler Michael Spindelegger betätigen sich mehr als 200 Personen als Impulsgeber für die Politik. Bis Herbst 2012 wird die überparteiliche und unabhängige Initiative konkrete Strategien und Empfehlungen zu zehn Themenfeldern ausarbeiten.

Österreich ist an einem Wendepunkt. Obwohl das Land wirtschaftlich und sozial in vielen Bereichen weltweit Spitzenpositionen hält, zeigen zahlreiche Rankings, dass Österreich - ob bei Wettbewerbsfähigkeit, Bildung, Forschung & Innovation, Standortattraktivität oder staatlicher Bonität - den Anschluss an die Spitze verliert. Vizekanzler Michael Spindelegger hat deshalb einige der besten Köpfe des Landes - Praktiker, Wissenschaftler, Vor- und Querdenker - eingeladen, einen Visions- und Strategieprozess für die Zukunft der österreichischen Wirtschaft zu starten und öffentlich zu diskutieren. Unternehmen Österreich 2025 ist ein überparteiliches, unabhängiges und vor allem ergebnisoffenes Projekt. "Meine Idee zu Unternehmen Österreich 2025 beruht auf Gesprächen mit Menschen, die ihr Interesse angemeldet haben, Ideen und Erfahrungen in die Wirtschaftspolitik einfließen zu lassen", so Spindelegger. "Sie wollen abseits von Tages- und Parteipolitik einen Beitrag zur Zukunft unseres Landes leisten", erläutert der Vizekanzler die Idee hinter Unternehmen Österreich 2025.

Österreich zurück an die Spitze bringen
Im Projekt Unternehmen Österreich 2025 werden bis Herbst Strategien und klare Maßnahmenvorschläge erarbeitet, die Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit, Lebensqualität und soziale Sicherheit für unsere Jugend, unsere Unternehmen und deren Mitarbeiter langfristig absichern sollen. Um die gesteckten Ziele bis Herbst zu erreichen, wurde eine effiziente Organisationsform gewählt: Ein eigens gegründeter Verein, der ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert wird, fungiert als Träger für Unternehmen Österreich 2025. Eine Executive Group, bestehend aus 29 Personen - Unternehmern, Wissenschaftlern und erfolgreichen Managern aus dem Profit- und dem Non-Profit-Bereich -, entwickelt eine Vision, wo Österreichs Wirtschaft im Jahr 2025 stehen soll. Diese Zukunftsbilder werden in zehn Expertengruppen aufgegriffen und verfeinert. Über 200 Teilnehmer werden in einem moderierten Diskussionsprozess strategische Stellhebel definieren, die es ermöglichen, Österreichs Spitzenposition wieder zu stärken und abzusichern. Als Sprecher von Unternehmen Österreich 2025 fungieren Regina Prehofer (WU Wien) und Bernhard Gröhs (Deloitte).

Ergebnisoffener Prozess
Die sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren drastisch geändert. Regina Prehofer, Vizerektorin der Wirtschaftsuniversität Wien: "Das bringt Verunsicherung. Die beste Medizin dagegen ist, selbst zu handeln. Wir wollen den Glauben der Wirtschaftstreibenden an ihre eigene Kraft stärken." "Die Antworten auf die Zukunftsfragen liegen nicht in alten Rezepten", betont Bernhard Gröhs, Geschäftsführer von Deloitte Österreich. Er ist überzeugt: "Wenn sich viele erfolgreiche Personen über Parteigrenzen hinweg konstruktiv und engagiert dafür einsetzen, wird Österreich im Jahr 2025 ein Weltklasse-Standort sein." Der Diskussionsprozess wird transparent ablaufen und auch in Form von verschiedenen Dialoggruppenveranstaltungen Anknüpfungspunkte für interessierte Bürger bieten. Zusätzlich gibt es ab Anfang Juni die Möglichkeit, auf der Website www.unternehmen-oesterreich2025.at Diskussionsbeiträge zu den zehn Themenbereichen einzubringen.

Impulse für die Politik
Im Herbst werden die Ergebnisse von Unternehmen Österreich 2025 öffentlich präsentiert und der Politik überreicht. Michael Spindelegger bekennt sich dazu, sie aufzugreifen und in die politische Arbeit einfließen zu lassen.

Die Executive Group
Die Executive Group besteht derzeit aus 29 Personen. Sie entwickelt eine klare Vision: Wo steht unsere Wirtschaft im Jahr 2025 und welche Alleinstellungsmerkmale zeichnen sie aus? Darüber hinaus formuliert diese Gruppe Empfehlungen zur thematischen Arbeit der Experten.

Die Mitglieder sind: Karl Aiginger (WIFO), Manfred Asamer (Asamer Holding), Ute Bock (Flüchtlingsverein Ute Bock), Peter Brabeck-Letmathe (Nestlé), Attila Dogudan (Do & Co), Susanne Ebner-Mayer (Ebner media & management), Wolfgang Eder (voestalpine), Martin Essl (bauMax), Ingeborg Freudenthaler (Freudenthaler), Bernhard Gröhs (Deloitte), Erwin Hameseder (Raiffeisen), Maria Magdalena Hauser (Stanglwirt), Markus Hengstschläger (MedUni Wien), Frank Hensel (REWE), Josef Herk (Herk Karosserie & Lack), Hans Herzog (Constantia Industries), Aleksandra Izdebska (DiTech), Monika Kircher-Kohl (Infineon), Christoph Kulterer (Hasslacher), Bettina Lorentschitsch (Computer Center Lorentschitsch), Peter Löscher (Siemens), Harald Mahrer (HM Tauern Holding), Tatjana Oppitz (IBM), Regina Prehofer (WU Wien), Johanna Rachinger (Nationalbibliothek), Helmut Reisinger (Orange Business Services), Hubert Rhomberg (Rhomberg Bau), Christian Seiwald (Novartis), Thomas Uher (Erste Bank).

Die zehn Expertengruppen
Insgesamt über 200 Personen vertiefen die Zukunftsbilder der Executive Group und definieren zu zehn Themenfeldern strategische Stellhebel, die umgelegt werden müssen, um diese Vision zu erreichen. Jede der Gruppen wird von einer Person inhaltlich und organisatorisch koordiniert.

Die Expertengruppen werden geleitet von: Wolfgang Brandstetter (WU Wien) "Transparenz und Governance", Christian Friesl (Industriellenvereinigung) "Vielfalt, Begegnung & Integration", Gottfried Haber (Universität Klagenfurt) "Rahmenbedingungen und Trends", Michael Krammer (Orange) "Chance internationaler Wettbewerb", Gerhard Krassnig (Spencer Stuart) "Bildung und Lernen", Robert Kremlicka (A.T. Kearney) "Standort Österreich", Andreas Kronberger (Baxter) "Innovationsland Österreich", Georg Schöppl (Österr. Bundesforste) "Nachhaltiges Wirtschaften", Ursula Simacek (SIMACEK) "Arbeitswelten", Wolfgang Wolte (Gesellschaft für Europapolitik) "Aktiv in Europa".
Sämtliche Mitglieder der Executive Group und der Expertengruppen arbeiten unentgeltlich an der Initiative Unternehmen Österreich 2025 mit.

Die Organisation
Träger ist Unternehmen Österreich 2025 - Verein zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich. Der Verein schafft den rechtlichen Rahmen für die Initiative und ist für die Finanzierung zuständig. Der Vorstand des Vereins besteht aus Alfons Helmel (incite), Präsident, und Alexander Hartig (ILAG), Vizepräsident. Als Rechnungsprüfer fungieren Andreas Theiss (Wolf Theiss) und Friedrich Rödler (PwC).
Ein Steering Committee ist für die Konzeption, den Ablauf und die Umsetzung des Projektes verantwortlich. Es besteht aus Alfons Helmel (Vereinspräsident), den beiden Sprechern, Regina Prehofer und Bernhard Gröhs, dem operativen Projektleiter Christoph Hörhan, Johannes Kasal (Kabinett des Vizekanzlers) sowie der Unternehmensberaterin Barbara Heitger (Heitger Consulting) und dem Kommunikationsberater Sepp Tschernutter (Grayling).

Weitere Informationen auf www.unternehmen-oesterreich2025.at